Donnerstag, 5. Januar 2012

3 - Aus eins mach drei!

Geprägt hat mich das sicherlich :

Ich war natürlich in keinem normalen Kindergarten, sondern es war ein katholischer, von Nonnen in schwarzer Kluft geleiteter Kindergarten. Schon im Kindergarten hatten wir pastellfarbene Schuluniformen, die auch brav getragen werden mussten. In den Pausen durften wir draußen spielen, dann kam eine der Nonnen und schmiss Bonbons in die Luft, die dann auf uns herabfielen und sagte dann, dass der liebe Gott uns die Süßigkeiten schicken würde, wenn wir brav sind. Zusätzlich war da noch eine ältere Frau, die stumm war und daher uns Kindern etwas merkwürdig vorkam, die hat uns immer das Mittagessen serviert.
Beides gab es auch schon, als meine Mutter in genau den gleichen Kindergarten ging...
Mir machte diese Frau richtig Angst irgendwie und so habe ich immer nur angefangen zu heulen wenn ich sie gesehen hab. Die arme!

Kaum hatte ich mich an den Kindergarten gewöhnt, kam auch schon mein kleiner Bruder auf die Welt. Als meine Mama schwanger war, habe ich mir immer ausgemalt, dass das Baby mit einem blonden Lockenkopf zur Welt kommt. Und als mein Bruder schließlich auf die Welt kam, wurde ich bitter enttäuscht - knallroter Kopf und pechschwarze Haare. Na toll. Bald merkte ich schon, das jetzt der Ernst des Lebens beginnt.

Ich musste in die Schule!

Die Grundschule in Italien war weit entfernt von der Vorstellung einer deutschen Grundschule.
Wir mussten stillsitzen, in den Pausen durfte man nicht aus dem Schulgebäude raus, Sport fand garnicht statt...und die Lehrerin war streng, durfte im Klassenzimmer am Fenster rauchen.

Und die Aufgaben die ich dort vorgesetzt bekam, habe ich in Deutschland erst in der 6. Klasse in der Form gesehen.

Kein Zuckerschlecken also und ich habe auch keine guten Erinnerungen an diese Zeit.

Als ich 8 Jahre alt war, wurde meine kleine Schwester geboren.
Ich war froh, dass meinen Geschwistern wenigstens der Nonnen-Kindergarten erspart geblieben ist.

Ab jetzt war das TRIO INFERNALE komplett. :)


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